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Wie wir entstanden sind...
Es war einmal eine Blume und eine Biene.....Quatsch, so natürlich nicht. :-) Aber es lohnt sich trotzdem weiterzulesen.

Vorwort (zum besseren Verständnis der nachfolgenden Schilderung):

Der heutige Kernort der gleichnamigen Gemeinde Efringen-Kirchen bestand ursprünglich aus zwei selbstständigen Gemeinden: Efringen und Kirchen. Mitten in den Wirren des 2. Weltkrieges, im Jahr 1942, wurden beide Dörfer zu einer Gemeinde vereinigt.

  • Der Turnverein Efringen

    Auf einer Dorfwiese, später "Turnwiese" genannt, also unter freiem Himmel zwischen dem Nikolaus-Däublin-Weg und dem Jahnweg gründeten 1919 Karl Schwarz, Hermann Dremmel und Heinrich Schulz den Turnverein Efringen. Zwei Jahre lang wurde dort der Übungsbetrieb bei Wind und Wetter abgehalten, ehe man eine Lazarettbaracke aus dem 1. Weltkrieg zu einer Turnhalle umbaute und auf dieser Wiese aufstellte.

    Waren es anfangs ausschließlich Männer, die den Verein bildeten, so schlossen sich nach und nach auch Frauen dieser Sportbewegung an. Der Turnverein wurde nicht zuletzt dadurch bald Teil des gesellschaftlichen Dorflebens, indem neben dem Turnen abendfüllende Theaterstücke zum festen Bestandteil des Vereinslebens gehörten.

  • Die Anfänge des Fussballs

    Während in zahlreichen Nachbargemeinden zwischen 1910 und 1925 Fußballmannschaften ihren Sport- und Spielbetrieb aufnahmen, scheiterte dies sowohl in Efringen als auch in Kirchen erst mal an der Platzfrage. Nach Ansicht der Gemeindeoberen sollten die "Kicker" sich einen Platz beim heutigen Fischweiher (ein ausgedienter Faustballplatz) herrichten. Landwirtschaftlich nutzbares Feld kam für den Bau eines Fußballplatzes nicht in Frage (siehe vorherrschende Meinung im Kasten). "Was, Du gosch go kicke, hilf lieber im Vadder d'Grumbiere usmache, no hesch gnüeg Bewegig! (Was, Du gehst Fußball spielen, es wäre gescheiter, Du würdest Deinem Vater bei der Kartoffelernte helfen, dann hast Du genügend Bewegung!)".

    Der Fussballclub Kirchen

    Erst 1926 konnte in der Nähe des Kirchener Wasserwerkes ein Fußballfeld gebaut werden und im Gasthaus "Zur Linde" wurde der Fußballclub Kirchen gegründet, dem sich auch Spieler aus der Gemeinde Efringen anschlossen. Vereinslokal war das Gasthaus "Rebstock". Unter den Gründungsmitgliedern war auch Eugen Moses, ein Mitglied der jüdischen Gemeinschaft in Kirchen, der dem Verein von 1927 bis 1932 vorstand, der Verein erlebte im letztgenannten Jahr seinen sportlichen Höhepunkt.

    Die Sportfreunde Efringen
    Sechs Jahre nach der Gründung des FC Kirchen gelang es auch den Efringern, neben der zuvor beschriebenen Turnhalle einen Fußballplatz anzulegen. Im Gasthaus "Zum Bahnhof" wurden unter Kurt Dorst die Sportfreunde Efringen gegründet, denen sich etliche Spieler, die bisher in Kirchen kickten, anschlossen.
    Bis zum Jahr 1939 gab es also nebeneinander drei Sportbewegungen, den TV Efringen, den FC Kirchen und die SF Efringen, ehe die Nationalsozialisten dem Vereinsleben der Garaus machten.

  • Der Turn- und Sportverein Efringen-Kirchen

    Nach dem 2. Weltkrieg scharten sich alte Fußballpioniere und aus Kriegsgefangenschaft heimgekehrte ehemalige Soldaten aus den beiden zwischenzeitlich vereinigten (siehe Vorwort) Orten zusammen und gründeten gemeinsam mit den Efringer Turnern den Turn- und Sportverein Efringen-Kirchen. Aufgabe des Vorstandes Hans Schulz war es erst einmal, aus den früheren Rivalen des FC Kirchen und den Sportfreunden Efringen wieder die ursprüngliche Einheit herzustellen und dabei auch die Turner im Verein zu etablieren.

    Die Turner konnten ihren Übungsbetrieb in der Turnhalle bis zu deren Abriss im Jahre 1971 abhalten. Danach zogen sie in die 1962 gebaute Schule und 1975 in die Hermann-Burte-Halle um.

    Fußball gespielt wurde auf dem Spielfeld neben der Turnhalle, das bereits 1956 der Wohnbebauung weichen musste. Im Gewann "Hölzele" entstand in enormer Eigenarbeit ein neuer Sportplatz mit Aschenbahn, dem 1965 eine ehemalige Nachkriegs-Wohnbaracke als Sportgaststätte hinzugefügt wurde. Gleichzeitig baute der TuS einen Sanitärtrakt an, sodass dieser damals als einer von wenigen Vereinen im Umkreis mit eigenem Domizil aufwarten konnte. 1974 wurde zusätzlich ein Hartplatz angefügt.

    1989 wurde das mittlerweile nicht mehr zeitgemäße Sportheimgebäude abgerissen und ein Jahr später an gleicher Stelle das heutige Sportheim eingeweiht.

    Im Jahre 2006 wurde anstelle des Hartplatzes ein Kunstrasenplatz in Betrieb genommen, welcher mit viel Fleiß und Schweiß der Mitglieder des TuS erstellt wurde.

    Bis 1970 spielte der TuS 2 mal in der A-Klasse (heute Bezirksliga), stieg allerdings auch einmal in die C-Klasse (heute Kreisliga C) ab. Die größten Erfolge feierten die Fußballer zwischen 1983 und 1998, als man in die Bezirksliga aufstieg und gleich zweimal hintereinander die Vizemeisterschaft feiern konnte. Anschließend konnte man sich noch etliche Jahre im vorderen Tabellendrittel der Bezirksliga halten, ehe es 1991 wieder in die Kreisliga A zurück ging, zunächst allerdings nur für ein Jahr. Es folgten als weitere Höhepunkte noch einmal zwei Vizemeisterschaften im Bezirk in den Jahren 1997 und 1998. Danach sackte der TuS allerdings auf dem direkten Weg nach unten bis in die Kreisliga B durch und brauchte dort einen Anlauf von zwei Jahren, ehe in diesem Jahr die Meisterschaft und damit der direkte Aufstieg in die Kreisliga A gelang. Gleichzeitig ist die II. Mannschaft in die Kreisliga B ebenfalls als Aufsteiger aus der untersten Spielklasse nachgerückt. Im Jahre 2007 konnte die 1. Mannschaft wieder in die Bezirksliga aufsteigen. Im selben Jahr konnten die Damen des TuS ebenfalls in die Bezirksliga aufsteigen sowie den Bezirkspokal für Kleinfeldmannschaften gewinnen. Im Jahre 2015 stieg die 1. Mannschaft das erste Mal in der Vereinsgeschichte in die Landesliga auf, 2017 wieder ab.


    Jugendfußball im TuS

    Möglich geworden ist dies ausschließlich durch die hervorragende Arbeit, die beim TuS im Jugendbereich geleistet wird. Ca. 30 Trainer und Betreuer treffen sich Monat für Monat im Sportheim um Jugendleiter Kurt Spelsberg, um den Spielbetrieb für 12 Jugendmannschaften und den Turnernachwuchs zu organisieren und somit die sportliche Zukunft des Vereins zu sichern und weiter voran zu bringen.


    Es war einmal...

    1971 ging der seit Jahren sehr erfolgreiche Judoclub Efringen-Kirchen aus dem TuS Efringen-Kirchen hervor. Zuvor hatte er unter dem Dach des TuS jahrelang erfolgreich seine Eigenständigkeit aufgebaut.

    1977 nahm eine später sehr erfolgreiche Damen-Handballmannschaft den Spielbetrieb auf. Nachdem sie Jahr für Jahr die Meisterehren errangen, mussten die Damen 1982 als Aufsteiger in die Oberliga Baden-Württemberg wegen mangelnder Spielfeldgröße in der Hermann-Burte-Halle nach Weil am Rhein umziehen. Dies kam einer Entwurzelung der Mannschaft gleich und nach etlichen Abgängen von Spielerinnen musste zwei Jahre später der Spielbetrieb eingestellt werden.

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