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Spielplanbuch

Presseschau 22. Juli
Geschrieben von: Thorsten Sütterlin   
Donnerstag, den 22. Juli 2010 um 08:09 Uhr

Millionenschweres Investitionspaket
Auf geschätzte 15 Millionen Euro belaufen sich die Kosten für – unter anderem – Sportanlagen, Kinderhaus, JuZ, Mehrzweckhalle

Was aus dem TuS-Heim hinter dem Sportplatz wird, wenn auf diesem das Kinderhaus entsteht, ist noch nicht entschieden. Ein Abriss des Hauses würde 330 000 Euro kosten. Auf annähernd 15 Millionen Euro summieren sich nach ersten Einschätzungen die Kosten für die Vorhaben, die die Gemeinde Efringen-Kirchen in der Nachbarschaft von Schule und Kunstrasenplatz im Hölzele ins Auge gefasst hat. Eine gigantische Summe für eine mit Geld nicht üppig gesegnete Gemeinde. Das Gesamtpaket soll daher aufgeteilt werden. Was am dringlichsten ist, soll zuerst realisiert werden. Wobei man darum bemüht ist, für jedes Vorhaben Zuschussmittel zu bekommen.

Klar wurde am Montag im Gemeinderat, dass der Neubau eines Jugendhauses ebenso wie die Modernisierung der Mehrzweckhalle zeitlich nach hinten rücken. Priorität hat das Kinderhaus, das 2013 zur Verfügung stehen muss, weil die Gemeinde dann zur Bereitstellung von Plätzen für unter Dreijährige verpflichtet ist. Woraus sich als logische Reihenfolge ergibt, dass erst ein neuer Fußball- und Leichtathletiksportplatz gebaut werden und ein TuS-Heim am neuen Sportplatz entstehen muss, damit das auf dem jetzigen Sportplatz geplante Kinderhaus gebaut werden kann. In der Ratssitzung wurde das Gesamtpaket in zwei getrennten Sparten betrachtet – zur einen gehörte der Sportstättenbau, für den es eigene Fördertöpfe gibt, wobei die Sporthalle noch außen vor blieb. Zum anderen Bereich gehörten die städtebaulichen Maßnahmen wie Kinderhausbau und Mehrzweckhallensanierung, für die ein anderes Förderprogramm gilt, für das zum 1. Oktober Fördermittel zu beantragen sind.

Einer Auflistung des Büros Rüdiger Kunst – Kommunalkonzept (RKKK) war zu entnehmen, dass man für das auf 3,5 Millionen Euro geschätzte Kinderhaus 420 000 Euro an Zuschüssen erwarten könnte, womit der Gemeinde noch mehr als 3 Millionen Euro zu finanzieren bleiben. Bei einer städtebaulichen Gesamtinvestition von 11,5 Millionen Euro wären 8,2 Millionen Euro von der Gemeinde zu bezahlen. Wobei Sybille Hurter vom Büro RKKK der Förderung mehr Chancen einräumte, wenn die beantragte Summe nicht so groß sei. Einen ersten Antragsabschnitt hatte sie daher nur mit den dringlichsten Maßnahmen mit einem Volumen von 5,7 Mllionen Euro bestückt. Sie hatte im Übrigen die Nachricht mitgebracht, dass der Bund 2011 die Fördermittel kappen wird.

Die angestrebte Förderung ist eine Gebietsförderung, die aber nicht nur öffentliche, sondern auch private Maßnahmen einschlösse. Auch Privatleute werden im Einzugsbereich, zu dem auch ein Teil der Hauptstraße gehört, die Chance bekommen, sich daran zu beteiligen. Wobei mit einer Voruntersuchung (einschließlich Gesprächen mit Betroffenen) noch geklärt werden soll, welcher Bereich genau Fördergebiet werden soll. Rechnungsamtsleiterin Daniela Wenk betonte im Gespräch mit der BZ, dass derzeit noch alles im Fluss sei. "Wir stehen ganz am Anfang der Planung." Über den Geltungsbereich werde der Rat zu entscheiden haben.

Offen war für Daniela Wenk auch, was mit dem bisherigen TuS-Heim geschehen soll. Eine neue Nutzung oder Abbriss, das ist die Frage. Abgerückt ist man von der früheren Idee, das TuS-Heim als Jugendzentrum zu nutzen. Das Jugendzentrum scheint dort eher nicht zu passen. Für das neue TuS-Heim stehen Kosten von rund 900 000 Euro im Raum, für den neuen Sportplatz von rund zwei Millionen Euro.  


Quelle: Badische Zeitung vom 22. Juli